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Im Frühling 1919 ist Otto Pankok zusammen mit Gert H. Wollheim (1894 - 1974), Johann Baptist Hermann Hundt (1894 - 1974) und Ulfert (Alfred) Lüken (1895 - 1967) zu Gast bei dem letzteren in Remels, einem kleinen ostfriesischen Ort. Zur gleichen Zeit werden einige Arbeiten von Pankok, Hundt und Gessner in der "Kunstausstellung der Kriegsteilnehmer" (13.04. - 11.05) in der Kunsthalle Düsseldorf präsentiert. In Remels nehmen sich die jungen Maler vor, den traditionellen Kunstgeschmack zu sprengen, ihre Empfindungen nach der Erschütterung des Krieges kompromisslos darzustellen. Sie experimentieren mit den Stilmitteln des Expressionismus und Kubismus, arbeiten oft im Freien, wählen oft die gleichen Motive (die Windmühlen, den Nordgeorgsfehnkanal, die Straßen und die Schule von Remels, die Felder der Umgebung) und haben die gleichen Modelle - sich selbst oder Freunde und Bekannte aus Remels. Die persönliche Wahrnehmung ist zweitrangig - das Ausüben eines gemeinsamen Stils vorrangig. Ende 1919 kehren sie nach Düsseldorf zurück. Pankok und Wollheim treten 1920 in die zwei Künstlervereinigungen, "Den Aktivistenbund 1919" und "Das Junge Rheinland", ein, die im Frühling und im Sommer 1919 gegründet worden sind. Treffpunkt und bevorzugter Ausstellungsraum dieser Künstler wird die Galerie von Johanna Ey auf dem Hindenburgwall 11. Die Arbeiten, die jetzt entstehen wie auch die aus Remels, zählen zu Pankoks zeitweiligem expressionistischem Exkurs. Er veröffentlicht kleinformatige Graphiken in den Publikationen der Gruppen, stellt wie die anderen in der Galerie "Neue Kunst Frau Ey" aus, beteiligt sich 1920 und 1921an den Ausstellungen "Des Jungen Rheinlands". Nach anfänglich aktivem Mitwirken in beiden Künstlervereinigungen, zieht sich Pankok allmählich zurück. Er empfindet die expressionistischen Stilmittel als einschränkend und den "Radau", den die Bilder seiner Künstlerfreunden in der Öffentlichkeit verursachen, fremd. Nach seiner Heirat mit Hulda Droste (1921) reist er in den Süden, wo er durch die Begegnung mit Landschaft und Natur zu seinen eigenen Themen wieder zurück findet. An der "I. Internationalen Kunstausstellung Düsseldorf 1922" vom 28.Mai bis 03.Juli, die "Das Junge Rheinland" organisiert, nimmt er nicht mehr teil. |
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