Otto Pankok

„Ein mutiges Leben in schwerer Zeit“
 

Otto Pankok

Das Œuvre des Zeichers, Grafikers und Bildhauers Otto Pankok ist Zeugnis einer Einheit von Leben und künstlerichem Schaffen, der Identität von Mensch und Werk.

Seinem unduldsamen Geist und schöpferischen Willen entspringen unaufhörlich seine durch Auge und Hand in Fläche und Raum gebändigten Impulse. Die Natur gibt ihm dabei Zeit seines Lebens Inspiration und Trost, Ruhe und Kraft.

Biografie

Geboren wird Otto Pankok 1893 im ländlichen Mülheim-Saarn. Ein verantwortliches Naturverständnis, Hinwendung zu Kunst und klassischer Literatur und eine Erziehung im Geist der Liberalität, Humanität und Toleranz prägen und inspirieren seinen früh begonnenen künstlerischen Weg. Es sind Werte, die ihm Erfüllung und Auftrag in seiner Kunst sind.

1893

Geburt am 6. Juni in Mülheim-Saarn

1912

Abitur am Gymnasium in Mülheim/Ruhr

1912

Mehrmonatiges Studium an den Kunstakademien Düsseldorf und Weimar

1913

Aufenthalt in Dötlingen/Oldenburg. Erste Einzelausstellung in Oldenburg

1914

Einberufung zum Kriegsdienst

1915 - 1918

An der Westfront verschüttet. Nach der Entlassung, Aufenthalt in Vechta/Oldenburg

1919

Aufenthalt in Remels

1920

Mitglied im "Aktivistenbund 1919" und "Das Ey", später "Das Junge Rheinland"

1921

Heirat mit der Journalistin Hulda Droste

1922

Ausstellungen in Münster und in der Kunsthalle Düsseldorf

1924

Erste Italienreise mit Werner Gilles. Portraits von Persönlichkeiten in "Der Mittag"

1925

Reise nach Sardinien, Sizilien und Capri. 14. Juli Geburt der Tochter Eva

1926 - 1928

Aufenthalt in Wesel-Drevenack. Erste Südfrankreichreise. Veröffentlichung der Mappe "Zeichnungen"

1929

Spanienreise. Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf

1930

Hollandreise. Veröffentlichung des autobiografischen Buches: "Stern und Blume"

1931

Frankreichreise. Aufenthalt in Les Saintes Maries de la Mer, Treffpunkt der "Zigeuner"

1931 - 1934

Atelier im Heinefeld, einer Arbeitslosensiedlung in Düsseldorf

1932

Ausstellung "Zigeuner-Bilder" in der Kunsthalle Düsseldorf

1933 - 1934

Arbeit an den 60 Kohlezeichnungen des Zyklus "Die Passion"

1935

Ausstellung der "Passion" in Münster und Mülheim

1936

Aufenthalt in Gildehaus. Veröffentlichung "Die Passion" beim Kiepenheuer Verlag Berlin

1937

Beschlagnahmung des Buches "Die Passion". Hausdurchsuchung und Malverbot. Aufenthalt in Törwang/Oberbayern

1938 - 1940

Aufenthalt in Bokeloh/Emsland. Missglückter Emigrationsversuch in die Schweiz

1941 - 1946

Aufenthalt in Iversheim/Eifel und Pesch/Eifel

1945

Erste Ausstellung nach dem Krieg im Reiff-Museum Aachen

1946

Rückkehr nach Düsseldorf. Gründung des "Drei Eulen Verlags" durch Hulda Pankok.

1947

Veröffentlichung des Buches "Zigeuner" im "Drei Eulen Verlag"

1947 - 1958

Professur an der Kunstakademie Düsseldorf

1948

Aufenthalt in Bokeloh. Veröffentlichung des Buches "Deutsche Holzschneider"

1950 - 1952

Südfrankreich-Reisen. Holzschnitt: "Christus zerbricht das Gewehr"

1953 - 1956

Sechs Jugoslawienreisen. Veröffentlichung des Buches "Begegnungen"

1958

Emeritierung. Übersiedlung nach "Haus Esselt" in Wesel-Drevenack

1960

Veröffentlichung des Buches "Die Räuber vom Liang Schan Moor"

1963

Aufenthalt in Meppen/Emsland

1964

Veröffentlichung des Buches "Otto Pankok - Das Werk des Malers, Holzschneiders und Bildhauers" von Rainer Zimmermann unter Mitwirkung von Otto Pankok im Rembrandt Verlag Berlin

1966

Letzte Reise in die Bretagne. Tod am 20. Oktober in Wesel.

Werk

Pankok ist als Maler ein Einzelgänger, der seine eigene Welt erschafft, in der sich die reale stets wiederspiegelt. „Nicht die Formen seiner künstlerischen Anschauung waren unerschütterlich, wohl aber ihr Gehalt. Und dieser war ganz und gar menschlich bestimmt, aus tief empfundener Liebe zu einer Natur, die zur humanen Selbstverwirklichung dienen kann und sollte“ schreibt Bernd Küster 1994.

Mensch, Tier und Landschaft – ursprünglich und unverfälscht – bilden die Motive in Pankoks Werk. Sie machen die Auseinandersetzung mit der Schöpfung deutlich. Pankok stellte den Menschen und seine Würde in das Zentrum seiner Kunst. Sein Mitgefühl gilt den Verachteten, den Unterdrückten und den Verfolgten. Sein Schaffen reagiert sensibel und prompt auf die historischen und politischen Ereignisse seiner Zeit, sein Werk ist engagiert, humanistisch und zuweilen militant.

1909 - 1918

Schon als 12-jähriger hat Otto Pankok ein erstes Atelier. Die Eltern, die seine künstlerische Begabung früh erkennen und unterstützen, lassen im Garten ihres Hauses ein stattliches Blockhaus zu diesem Zwecke bauen. Pankoks Zeichnungen aus der Zeit zeigen Familienmitglieder, Patienten aus der Arztpraxis seines Vaters, Bewohner von Saarn, Insassen eines Altersheims und Landschaften der heimatlichen Umgebung. Es sind überwiegend Kohlezeichnungen, anatomisch und physiognomisch präzise. Nach anfänglichen Versuchen, in Farbe zu arbeiten, entscheidet sich Pankok für die Schwarz-Weiß-Darstellung, der er sein ganzes Leben treu bleiben wird. Thematisch lässt sich bereits jetzt sein späteres künstlerisches Engagement für die sozial wenig anerkannten  der Gesellschaft erkennen, sein Mitgefühl für das Schicksal der Ausgestoßenen und Verachteten.

1909 reist er erstmals nach Holland und besucht in Dordrecht eine Vincent van Gogh Ausstellung mit Werken aus der Brabanter Zeit des holländischen Künstlers. Pankok beschreibt diese für seine Entwicklung entscheidende Begegnung in seinem autobiographischen Buch „Stern und Blume“.

1912 besucht er die Kunstakademie in Düsseldorf, die er nach nur sechs Wochen enttäuscht verlässt. Er versucht es erneut für weitere sieben Monate an der Kunstschule in Weimar. Auch hier hat er den Eindruck, der akademische Unterricht bringe ihn nicht weiter. Auf der Suche nach Eigenständigkeit – stilistisch wie auch thematisch – zieht sich Pankok zurück und lebt für ein Jahr (1913) in dem kleinen Dorf Dötlingen im Landkreis Oldenburg. Die Arbeiten aus dieser Zeit zählen zu den besten seiner frühen Schaffensperiode. Die Öffentlichkeit wird zum ersten Mal auf Pankok aufmerksam. Im Herbst 1913 findet seine erste Einzelausstellung mit Arbeiten aus Dötlingen in Oldenburg statt.

Im Herbst 1914 wird Pankok zum Kriegsdienst einberufen, 1915 an der Westfront verschüttet. Es folgen Lazarett- und Sanatorienaufenthalte. Nach seiner Genesung versucht er 1918 in Vechta an seine Dötlinger Menschendarstellungen anzuknüpfen. Diese Arbeiten zeigt Pankok in seiner ersten größeren Ausstellung vom 15.10. bis ca. 29.10.1918 im „Graphischen Kabinett von Bergh u. Co.“, des Dr. Hans Koch in Düsseldorf.

1919 - 1922

Im Frühling 1919 ist Otto Pankok zusammen mit Gert H. Wollheim (1894 – 1974), Johann Baptist Hermann Hundt (1894 – 1974) und Ulfert (Alfred) Lüken (1895 – 1967) zu Gast bei dem letzteren in Remels, einem kleinen ostfriesischen Ort. Zur gleichen Zeit werden einige Arbeiten von Pankok, Hundt und Gessner in der „Kunstausstellung der Kriegsteilnehmer“ (13.04. – 11.05) in der Kunsthalle Düsseldorf präsentiert.

In Remels nehmen sich die jungen Maler vor, den traditionellen Kunstgeschmack zu sprengen, ihre Empfindungen nach der Erschütterung des Krieges kompromisslos darzustellen. Sie experimentieren mit den Stilmitteln des Expressionismus und Kubismus, arbeiten oft im Freien, wählen oft die gleichen Motive. Sie haben die gleichen Modelle – sich selbst oder Freunde und Bekannte aus Remels. Die persönliche Wahrnehmung ist zweitrangig – das Ausüben eines gemeinsamen Stils vorrangig.

Ende 1919 kehren sie nach Düsseldorf zurück. Pankok und Wollheim treten 1920 in die zwei Künstlervereinigungen, „Der Aktivistenbund 1919“ und „Das Junge Rheinland“, ein. Treffpunkt und bevorzugter Ausstellungsraum dieser Künstler wird die Galerie von Johanna Ey. Die Arbeiten, die jetzt entstehen, wie auch die aus Remels, zählen zu Pankoks zeitweiligem expressionistischem Exkurs. Er veröffentlicht kleinformatige Grafiken in den Publikationen der Gruppen, stellt in der Galerie „Neue Kunst Frau Ey“ aus, beteiligt sich 1920 und 1921 an den Ausstellungen „Des Jungen Rheinlands“.

Nach anfänglich aktivem Mitwirken in beiden Künstlervereinigungen, zieht sich Pankok allmählich zurück. Er empfindet die expressionistischen Stilmittel als einschränkend und den „Radau“, den die Bilder seiner Künstlerfreunde in der Öffentlichkeit verursachen, fremd. Nach seiner Heirat mit Hulda Droste (1921) reist er in den Süden, wo er durch die Begegnung mit Landschaft und Natur zu seinen eigenen Themen wieder zurückfindet. An der „I. Internationalen Kunstausstellung Düsseldorf 1922“ vom 28. Mai bis 03. Juli, die „Das Junge Rheinland“ organisiert, nimmt er nicht mehr teil.

1923 - 1933

Nach dem Rückzug aus dem Ey-Kreis kehrt Pankok zu seinen bevorzugten Themen zurück: Mensch, Tier und Landschaft in ihrer Ursprünglichkeit. 1924 und 1925 besucht er in Italien den Maler Werner Gilles (1894 – 1961), seinen Mülheimer Schulfreund, und entdeckt die Schönheit der südländischen Natur. Bis zu seinem Tod wird ihn der Süden immer wieder Inspiration sein.

1924 beginnt Pankok für die Düsseldorfer Tageszeitung „Der Mittag“ Portraits prominenter Persönlichkeiten zu zeichnen. Es sind darunter Maler und Schriftsteller der Gegenwart oder auch der Vergangenheit, zu denen er einen persönlichen Bezug hat, ob Bewunderung oder Kritik. Bis 1938 veröffentlicht er hier unzählige Skizzen. 1926 nimmt er an der „Großen Kunstausstellung Düsseldorf 1926“ teil, die anlässlich der GESOLEI im neuen Kunstpalast gezeigt wird. Ebenfalls 1926 und 1927 beteiligt er sich an den Ausstellungen des erneuten „Jungen Rheinlands“ in Essen und Düsseldorf.
Gelegentlich lebt und arbeitet er wieder in abgeschiedener ländlicher Umgebung, so 1926 und 1928 in Drevenack bei Wesel, das Ende seines Lebens der Wohnsitz seiner Familie wird. 1928 nimmt Pankok an der Ausstellung „Deutsche Kunst Düsseldorf 1928“ teil und erhält die silberne Medaille der Stadt. Er ist Mitbegründer der „Rheinischen Sezession“, die ab 1928 als Dachorganisation verschiedener Künstlergruppen die Zersplitterung der Kunstszene zu verhindern versucht. Zehn Jahre später wird sie von den Nazis aufgelöst.

1929 reist Pankok zusammen mit seiner Frau nach Spanien und findet in einem kargen katalanischen Dorf namens Cadaqués die Menschen für seinen Zyklus: Die spanischen Modelle. Es ist die Rückkehr Pankoks zu großformatigen Kohlezeichnungen, malerischer Lichtgebung und „wuchtigen Konturen“. Der expressionistische Exkurs ist endgültig abgeschlossen.

Im gleichen Jahr ist Pankok Mitbegründer der Ortsgruppe Düsseldorf der „Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands“ (ASSO), die seit 1928 in Berlin agiert und der KPD nahe steht.

1931 reist er nach Südfrankreich und wohnt in Saintes Marie de la Mer einem Fest der „Zigeuner“ bei, das ihn sehr beeindruckt. Nach seiner Rückkehr in Düsseldorf erfährt er, dass es am Rande der Stadt eine Obdach- und Arbeitslosensiedlung gibt, das Heinefeld, in das auch deutsche Sinti eingezogen sind. Er richtet sich ein Atelier dort ein und wird bald von den „Zigeunern“ akzeptiert. Sie nennen ihn ihren „Molari“ (ihren Maler). Im Januar 1932 stellt er in der Kunsthalle Düsseldorf unter dem Titel „Zigeuner“ Bilder aus dem Heinefeld aus.

1934 - 1946

Ab 1933 arbeitete Pankok an einem neuen Zyklus: „Die Passion“. Er schließt ihn 1934 ab: 60 Bilder, die Leben und Tod von Jesus darstellen. Der Zyklus ist Pankoks künstlerischer Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Einige Künstlerkollegen, die Mitglieder der ASSO, die vor den Wahlen zum Reichstag Handzettel mit dem Spruch: „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“ verteilen, und der Künstlerkreis um Johanna Ey kommen auf die Schwarzen Listen der NSDAP. Sie werden verfolgt und manche darunter verhaftet. Pankoks erste Bilder der „Passion“ werden im Oktober aus der Ausstellung „Westfront 1933“ in Essen entfernt. Es ist der Anfang seiner Verfolgung. Sein Haus wird durchsucht, von nun an muss er mit strenger Überwachung, mit Polizeiaufsicht und Arbeitsverbot rechnen. Er sieht sein Leben und seine Arbeit gefährdet. In den nächsten Jahren ist Pankok zuerst allein auf der Flucht, dann wechselt die ganze Familie mehrfach den Wohnsitz: 1936 in Gildehaus, 1937 in Törwang/Oberbayern, zwischen 1938 und 1940 in Bokeloh/Emsland.

Die Wanderausstellung der Nationalsozialisten „Entartete Kunst 37“, die bis 1941 in zwölf Städten Deutschlands Station macht, stellt Pankoks Lithographie „Hoto II“ (ein Zigeunermädchen) aus. In der Düsseldorfer Hängung fügt man noch originalgroße Fotografien seiner „Passion“ hinzu.

Pankoks Kohlezeichnungen aus der Zeit wirken fast hellseherisch. Der „expressive Realismus“ seiner Darstellungen ist von Allegorie und Metapher durchdrungen. Er bearbeitet seine Erlebnisse aus dem I. Weltkrieg und nimmt die Massaker des bevorstehenden Krieges vorweg. Seinen gleichgesinnten Freunden schickt er 1938 und 1939 selbst gezeichnete warnende Neujahrsgrüße. 1940 versucht die Familie vergebens in die Schweiz zu emigrieren. Sie kehren nach Bokeloh zurück. Pankok portraitiert Freunde und „Verwandte im Geist“, die, so wie er, von dem NS Regime verfemt und verfolgt werden. Er reagiert auf die Deportationen und die Ermordung jüdischer Bevölkerung, indem er erneut sein künstlerisches Zeugnis ablegt: er beginnt in Bokeloh eine Bilderserie, die er bis zum Kriegsende fortsetzt und die später unter dem Titel „Jüdisches Schicksal“ bekannt wird. Ab 1942 lebt die Familie in Pesch, in der Eifel. Ihr Haus in Düsseldorf wird 1942 zerbombt. Das Kriegsende erreicht sie in Pesch, wo sie noch bis 1946 bleiben.

1947 - 1966

In der ersten Ausstellung nach dem Krieg im Aachener Reiff-Museum, 1945, zeigt Pankok der Öffentlichkeit eine Auswahl jener Bilder, die ihn während der NS Diktatur das Leben gekostet hätten. Es ist zu früh: das Publikum ist für diese Konfrontation noch nicht bereit, die Reaktion ist gespalten.

1946 kehrt die Familie in das mittlerweile renovierte Haus in Düsseldorf zurück. Hulda Pankok gründet den „Drei Eulen Verlag“. 1947 und 1948 erscheinen hier Pankoks Bücher „Zigeuner“ und „Deutsche Holzschneider“. Er nimmt Kontakt mit den wenigen überlebenden „Zigeunern“ auf, die in ihre alte Siedlung am Rande Düsseldorfs zurückkehren. Pankok schreibt für sie unzählige Briefe an die Behörden, kämpft um ihr Recht auf Entschädigung. Er zeichnet sie wieder in weiteren „Zigeuner“-Bildern oder bearbeitet die alten Heinefelder Motive neu.

1947 wird Pankok als Professor einer Zeichenklasse an die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf berufen. Er unterrichtet hier über 10 Jahre. Die Studenten folgen ihm sogar auf seinen Urlaubsreisen.

In den fünfziger Jahren rüstet die Welt wieder auf. Pankok reagiert wie immer prompt: er wird zum erbitterten Gegner der Wiederaufrüstung. Sein Holzschnitt „Christus zerbricht das Gewehr“ sorgt zunächst für Aufregung, dann hängt er mit Segnung des Papstes sogar im Vatikan. Er dient bei Friedenskundgebungen als Leitmotiv und wird in Kirchen gewürdigt. Er ist bis heute ein Symbol der Aufforderung zum Pazifismus und zählt zu den bekanntesten und am weitestverbreiteten Werken Pankoks.

Ab 1950 unternimmt Pankok viele Reisen, meistens wieder in den Süden. Er zeichnet Landschaften, Tiere und Portraits der Menschen, denen er begegnet. Seine bevorzugten Modelle bearbeitet er jetzt in detailreichen, freudvolleren Bildern. In seinem Spätwerk findet man neben den mittlerweile „klassischen“ Pankokschen Motiven auch neue. 1956 beginnt er in dem Zyklus „Die Räuber vom Liang Schan Moor“, einen literarischen Stoff zu illustrieren. Es entstehen zahlreiche Plastiken in Bronze. Nach seiner Emeritierung 1958 erwirbt die Familie das „Haus Esselt“ in Hünxe/Drevenack bei Wesel. Die letzten Jahre seines Lebens verbringt er glücklich in der Idylle der niederrheinischen Landschaft. Pankok zeichnet die Bäume um sein Haus, das Federvieh in seinem Hof oder Stilleben mit Blumen. Er beginnt an einem neuen Zyklus zu arbeiten, „Pan ist tot“, beendet ihn aber nicht mehr. Nach einer letzten Reise in die Bretagne stirbt er am 20.10.1966 in Wesel.

Quelle: Ursprungstext der  1. Version www.pankok.de (aktualisiert 2021)

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